Sind wir eine „Wegwerfgesellschaft“ geworden?

„Am reichsten sind die Menschen, die auf das Meiste verzichten können.“
(Tagore)


Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, die uns so ziemlich alles bietet: übervolle Supermärkte zeugen davon. Wir sind auch eine „Wegwerfgesellschaft“. Bedenken wir nur, dass in Wien täglich so viel Brot weggeworfen wird wie man in Graz konsumiert. „Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, während es Menschen gibt, die Hunger leiden. Das ist soziale Ungleichheit‘‘, sagt Papst Franziskus. Es herrscht heutzutage ein Konkurrenzkampf und es spielt sich alles nach dem Gesetz des Stärkeren ab. Die Folge ist, dass der Schwächere auf der Strecke bleibt. Ja, sogar der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Diese „Wegwerfkultur“ ist eine Schande. Papst Franziskus spricht von einer „Option für die Letzten, für die, welche die Gesellschaft aussondert und wegwirft“. Und er fährt fort: „Manchmal sind wir hartherzig und starrsinnig, vergessen, vergnügen uns und geraten in Verzückung angesichts der unermesslichen Möglichkeiten an Konsum und Zerstreuung, die diese Gesellschaft bietet.“ Auch wenn es uns materiell an nichts mangelt, sind wir deshalb glücklicher? Wir haben alleinerziehende Mütter, einsame alte Menschen, Alkoholsüchtige, Depressive... Wie sehr manche Menschen auf der Suche nach einem „Kick“ sind, um die innere Leere auszufüllen, zeigt sich an den Ex-tremsportarten. Nach vorsichtigen Schätzungen leiden mehr als die Hälfte aller Menschen, die den Arzt aufsuchen, nicht an organischen Erkrankungen, sondern an Beschwerden, die im Grunde auf seelische Schwierigkeiten zurückgehen. Die Menschen sind körperlich gesund, aber ihre Beschwerden sind Ausdruck eines seelischen Konfliktes. Die meisten Magengeschwüre entstehen, wie unter den Medizinern hinlänglich bekannt, als Folge von Angst, Panik, Stress, Sorgen und negativem Denken. Beim Krebs ist die psychische Auslösung vorrangig. Wer jahrelang Probleme, Konflikte und negative Vorstellungen in sich hineinfließen lässt, der kann die Wirkung eventuell auch an jenen körperlichen Veränderungen ablesen, die in Krebs ausarten. Fragen wir uns in dieser Fastenzeit wieder einmal: Wofür lebe ich? Für Geld, Arbeit, Ansehen? Wofür? Soll der Sinn des Lebens nur mehr darin liegen, mehr zu produzieren, um mehr konsumieren zu können? Phil Bosmans meint: „Du bist gemacht, um Menschen Liebe und Freude zu bringen.“ Gut, dann fangen wir an damit!

ah

Sind wir eine „Wegwerfgesellschaft“ geworden?

„Am reichsten sind die Menschen, die auf das Meiste verzichten können.“
(Tagore)


Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, die uns so ziemlich alles bietet: übervolle Supermärkte zeugen davon. Wir sind auch eine „Wegwerfgesellschaft“. Bedenken wir nur, dass in Wien täglich so viel Brot weggeworfen wird wie man in Graz konsumiert. „Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, während es Menschen gibt, die Hunger leiden. Das ist soziale Ungleichheit‘‘, sagt Papst Franziskus. Es herrscht heutzutage ein Konkurrenzkampf und es spielt sich alles nach dem Gesetz des Stärkeren ab. Die Folge ist, dass der Schwächere auf der Strecke bleibt. Ja, sogar der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Diese „Wegwerfkultur“ ist eine Schande. Papst Franziskus spricht von einer „Option für die Letzten, für die, welche die Gesellschaft aussondert und wegwirft“. Und er fährt fort: „Manchmal sind wir hartherzig und starrsinnig, vergessen, vergnügen uns und geraten in Verzückung angesichts der unermesslichen Möglichkeiten an Konsum und Zerstreuung, die diese Gesellschaft bietet.“ Auch wenn es uns materiell an nichts mangelt, sind wir deshalb glücklicher? Wir haben alleinerziehende Mütter, einsame alte Menschen, Alkoholsüchtige, Depressive... Wie sehr manche Menschen auf der Suche nach einem „Kick“ sind, um die innere Leere auszufüllen, zeigt sich an den Ex-tremsportarten. Nach vorsichtigen Schätzungen leiden mehr als die Hälfte aller Menschen, die den Arzt aufsuchen, nicht an organischen Erkrankungen, sondern an Beschwerden, die im Grunde auf seelische Schwierigkeiten zurückgehen. Die Menschen sind körperlich gesund, aber ihre Beschwerden sind Ausdruck eines seelischen Konfliktes. Die meisten Magengeschwüre entstehen, wie unter den Medizinern hinlänglich bekannt, als Folge von Angst, Panik, Stress, Sorgen und negativem Denken. Beim Krebs ist die psychische Auslösung vorrangig. Wer jahrelang Probleme, Konflikte und negative Vorstellungen in sich hineinfließen lässt, der kann die Wirkung eventuell auch an jenen körperlichen Veränderungen ablesen, die in Krebs ausarten. Fragen wir uns in dieser Fastenzeit wieder einmal: Wofür lebe ich? Für Geld, Arbeit, Ansehen? Wofür? Soll der Sinn des Lebens nur mehr darin liegen, mehr zu produzieren, um mehr konsumieren zu können? Phil Bosmans meint: „Du bist gemacht, um Menschen Liebe und Freude zu bringen.“ Gut, dann fangen wir an damit!

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