Planungsverband Zillertal

Dornen der Robinie

Fotos: Dr. Konrad Pagitz - Neophytenkompetenzzentrum Tirol, Universität Innsbruck

Greiskraut wächst gut auf steinigen Böden

Blüten der Robinie

Neophyten, was sind das? Welche Probleme bereiten sie? Wo kommen sie vor? In einer vierwöchigen Serie werden acht der wichtigsten invasiven Neophyten in Tirol vorgestellt.

Zu den acht wichtigsten Neo-phyten gehören das Drüsige/Indische Springkraut, der Riesen-Bärenklau, die Kanadische und Späte Goldrute, das Beifußblättrige Traubenkraut, der Japan-, Sachalin-, Bastard-Staudenknöterich, das Schmalblättrige Greiskraut, der Schmetterlingsstrauch und die Robinie bzw. Falsche Akazie.
Die Vorstellung der problematischen Pflanzen schließt heute mit dem Schmalblättrigen Greiskraut und der Robinie bzw. Falschen Akazie ab.

Schmalblättriges / Südafrikanisches Greiskraut:
Vorkommen:
Offene gestörte Flächen, Verkehrswege, lichte Wälder, Weideflächen, Felsen. Kommt von der Ebene bis ins Gebirge (1.900 m) vor.
Ausbreitung:
Mehrjährige krautige oder halbstrauchige Pflanze, Ausbreitung sehr effektiv über Früchte (im Durchschnitt pro Pflanze und Jahr rund 30.000 Samen, bleiben 2 Jahre keimfähig), Samenverbreitung durch Wind, Tiere und Materialtransporte.
Problematik:
Giftig für Weidetiere und Bienen. Das Gift kann über Fleisch, Milch und Honig vom Menschen aufgenommen werden. Durch die in der Pflanze enthaltenen giftigen Pyrrolizidin-Alkaloide können Weidetiere bei längerer Aufnahme zunächst Schäden an Leber, Lunge und Blutgefäßen inkl. Leberzirrhose erleiden und schließlich daran sterben. Auch Bienenvölker können daran verenden.
Erkennungsmerkmale:
Gelbe 1,5 cm bis 2,5 cm große Blüten mit schmalen, scharf gezähnten Blättern, nach Abblühen Fruchtbildung mit Haarkranz (ähnlich wie beim Löwenzahn), Pflanze von Grund an stark verzweigt und oft holzig, 20-100 cm hoch.

Robinie bzw. Falsche Akazie
Vorkommen:
Breites Spektrum an Standorten, gerne auf sandig frischen, aber auch trockenen Böden.
Ausbreitung:
Samen Ausläufer, Mensch, Materialtransporte, Imkerei, Selbstaussaat, Anpflanzungen, etc.
Problematik:
Durch die Fähigkeit, den Boden mit Stickstoff anzureichern, ist vor allem ein Eindringen in Trockenrasen problematisch. Verdrängt an nährstoffarmen Verhältnissen angepasste Pflanzen und vermindert so die Artenvielfalt. Die Rinde und besonders die Früchte enthalten die toxischen Inhaltsstoffe Robin und Phasin, die für Mensch und Tier erheblich giftig sind.
Erkennungsmerkmale:
Sommergrüner Baum bis 25 m Höhe. Gesamtblätter ca. 15-20 cm lang, an der Basis verdickt mit ca. 11 bis 15 kurz gestielten Nebenblättern, vorne mit feiner Stachelspitze. Nebenblätter oft nur zu kurzen Blattdornen umgestaltet, in hängenden Trauben weiße Blüten, tiefrissige graubraune Rinde.

Infobox
Aufruf an die Bevölkerung zur Beteiligung an der Neophyten-Flurreinigung: Grundstücksbesitzer werden gebeten, ihre eigenen Flächen zu behandeln. Personen ohne Grundstückseigentum können sich bei ihrer Wohnsitzgemeinde als freiwillige Helfer zur Reinigung der öffentlichen Flächen melden. Jede helfende Hand wird benötigt!
Sammelzeiten:
26.06.-02.07.: In den Gemeinden Strass i. Z. bis Aschau i. Z.
03.07.-09.07.: In den Gemeinden Zell am Ziller bis Finkenberg
10.07.-16.07.: In den höher gelegenen Gemeinden Gerlos und Tux

Eine Informationsbroschüre zu den Neophyten inkl. Link zur zentralen Neophyten-Meldestelle (Onlineportal) und Informationen zur groß angelegten Flurreinigungsaktion inkl. Listung der Abgabestellen sind unter www.planungsverband-zillertal.at abrufbar.

Eine Initiative des Planungsverbandes Zillertal, unterstützt durch das Tiroler Bildungsforum.

Planungsverband Zillertal

Dornen der Robinie

Fotos: Dr. Konrad Pagitz - Neophytenkompetenzzentrum Tirol, Universität Innsbruck

Greiskraut wächst gut auf steinigen Böden

Blüten der Robinie

Neophyten, was sind das? Welche Probleme bereiten sie? Wo kommen sie vor? In einer vierwöchigen Serie werden acht der wichtigsten invasiven Neophyten in Tirol vorgestellt.

Zu den acht wichtigsten Neo-phyten gehören das Drüsige/Indische Springkraut, der Riesen-Bärenklau, die Kanadische und Späte Goldrute, das Beifußblättrige Traubenkraut, der Japan-, Sachalin-, Bastard-Staudenknöterich, das Schmalblättrige Greiskraut, der Schmetterlingsstrauch und die Robinie bzw. Falsche Akazie.
Die Vorstellung der problematischen Pflanzen schließt heute mit dem Schmalblättrigen Greiskraut und der Robinie bzw. Falschen Akazie ab.

Schmalblättriges / Südafrikanisches Greiskraut:
Vorkommen:
Offene gestörte Flächen, Verkehrswege, lichte Wälder, Weideflächen, Felsen. Kommt von der Ebene bis ins Gebirge (1.900 m) vor.
Ausbreitung:
Mehrjährige krautige oder halbstrauchige Pflanze, Ausbreitung sehr effektiv über Früchte (im Durchschnitt pro Pflanze und Jahr rund 30.000 Samen, bleiben 2 Jahre keimfähig), Samenverbreitung durch Wind, Tiere und Materialtransporte.
Problematik:
Giftig für Weidetiere und Bienen. Das Gift kann über Fleisch, Milch und Honig vom Menschen aufgenommen werden. Durch die in der Pflanze enthaltenen giftigen Pyrrolizidin-Alkaloide können Weidetiere bei längerer Aufnahme zunächst Schäden an Leber, Lunge und Blutgefäßen inkl. Leberzirrhose erleiden und schließlich daran sterben. Auch Bienenvölker können daran verenden.
Erkennungsmerkmale:
Gelbe 1,5 cm bis 2,5 cm große Blüten mit schmalen, scharf gezähnten Blättern, nach Abblühen Fruchtbildung mit Haarkranz (ähnlich wie beim Löwenzahn), Pflanze von Grund an stark verzweigt und oft holzig, 20-100 cm hoch.

Robinie bzw. Falsche Akazie
Vorkommen:
Breites Spektrum an Standorten, gerne auf sandig frischen, aber auch trockenen Böden.
Ausbreitung:
Samen Ausläufer, Mensch, Materialtransporte, Imkerei, Selbstaussaat, Anpflanzungen, etc.
Problematik:
Durch die Fähigkeit, den Boden mit Stickstoff anzureichern, ist vor allem ein Eindringen in Trockenrasen problematisch. Verdrängt an nährstoffarmen Verhältnissen angepasste Pflanzen und vermindert so die Artenvielfalt. Die Rinde und besonders die Früchte enthalten die toxischen Inhaltsstoffe Robin und Phasin, die für Mensch und Tier erheblich giftig sind.
Erkennungsmerkmale:
Sommergrüner Baum bis 25 m Höhe. Gesamtblätter ca. 15-20 cm lang, an der Basis verdickt mit ca. 11 bis 15 kurz gestielten Nebenblättern, vorne mit feiner Stachelspitze. Nebenblätter oft nur zu kurzen Blattdornen umgestaltet, in hängenden Trauben weiße Blüten, tiefrissige graubraune Rinde.

Infobox
Aufruf an die Bevölkerung zur Beteiligung an der Neophyten-Flurreinigung: Grundstücksbesitzer werden gebeten, ihre eigenen Flächen zu behandeln. Personen ohne Grundstückseigentum können sich bei ihrer Wohnsitzgemeinde als freiwillige Helfer zur Reinigung der öffentlichen Flächen melden. Jede helfende Hand wird benötigt!
Sammelzeiten:
26.06.-02.07.: In den Gemeinden Strass i. Z. bis Aschau i. Z.
03.07.-09.07.: In den Gemeinden Zell am Ziller bis Finkenberg
10.07.-16.07.: In den höher gelegenen Gemeinden Gerlos und Tux

Eine Informationsbroschüre zu den Neophyten inkl. Link zur zentralen Neophyten-Meldestelle (Onlineportal) und Informationen zur groß angelegten Flurreinigungsaktion inkl. Listung der Abgabestellen sind unter www.planungsverband-zillertal.at abrufbar.

Eine Initiative des Planungsverbandes Zillertal, unterstützt durch das Tiroler Bildungsforum.