Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit

Foto: shutterstock.com

„Die Fastenzeit ist eine Zeit, das eigene Leben wieder lieben zu lernen, wieder liebevoll mit dem eigenen Leben umzugehen, denn es ist ein von Gott gegebenes und durch Christus versöhntes Leben. Gott und dem Leben begegnen ist das Ziel dieser 40 Tage, die vor uns liegen.“
Franz Richardt


Wir stehen wieder am Beginn der vierzig Tage vor Ostern.
Erneuerung, Buße und Umkehr sind die Themen, die die Kirche in diesen Tagen anschlägt. Wir sollen uns in dieser Zeit mit besonderem Ernst um ein volles und wahres Menschsein bemühen. Leider wissen wir nur zu gut, wie sehr dieses volle und wahre Menschsein immer wieder gefährdet ist. Zu oft machen wir die Erfahrung des Apostels Paulus, dass wir das Gute, das wir eigentlich wollen, nicht tun, um so eher aber das Böse, das wir nicht wollen. Wir brauchen nur auf unser eigenes Leben oder in die Zeitung zu schauen, um festzustellen, dass tief in uns drinnen Kräfte am Werk sind, die uns immer wieder in die Tiefe zu ziehen drohen. Wir müssen uns auch mit dieser Seite unseres Menschseins auseinandersetzen. Wir alle wissen es: der Mensch muss immer wieder neu beginnen, einen neuen Anfang setzen, einen neuen Weg einschlagen, wenn er nicht aussichtslos absinken, abgleiten will. Wie oft klagen ältere Menschen: „Wie viele Chancen habe ich ungenützt liegengelassen. Mein Leben wäre ganz anders geworden, wenn ich nicht so stur gewesen wäre. Aber nun ist es zu spät!“ Der Dichter Nikolaus von Lenau schrieb vor seinem Tod: „Und der ich bin grüßt trauernd den, der ich könnte sein.“ Es gibt Leute, die meinen: Wenn ich einmal alt bin, werde ich mich für Gott interessieren, werde ich mich auf den Tod vorbereiten. Jetzt noch nicht! - Auch wenn wir es wollten, könnten wir es nicht mehr, weil wir die Fähigkeit verlernt hätten zu all dem. Man kann nicht nur das Klavierspielen, man kann auch die Liebe zu Gott verlernen. Gerade die wunderbarste Fähigkeit des Menschen: zu glauben, zu beten, zu lieben, kann verkümmern und absterben, wenn sie nicht immer wieder geübt wird.
Auch durch unseren Egoismus können wir innerlich verkümmern und an unserer Seele Schaden nehmen. Unsere seelische Natur ist angelegt auf Liebe, auf die Verwirklichung des Guten; eine solche Grundeinstellung weist von uns weg und weist auf Gott, „denn Gott ist die Liebe“. Das Böse hingegen hat seine Wurzeln darin, dass der Mensch egoistisch handelt, indem er sein „Ich“ in den Mittelpunkt stellt. Gott ist der Urgrund von allem was existiert. Er ist unser letztes und eigentliches Ziel.

ah

Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit

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„Die Fastenzeit ist eine Zeit, das eigene Leben wieder lieben zu lernen, wieder liebevoll mit dem eigenen Leben umzugehen, denn es ist ein von Gott gegebenes und durch Christus versöhntes Leben. Gott und dem Leben begegnen ist das Ziel dieser 40 Tage, die vor uns liegen.“
Franz Richardt


Wir stehen wieder am Beginn der vierzig Tage vor Ostern.
Erneuerung, Buße und Umkehr sind die Themen, die die Kirche in diesen Tagen anschlägt. Wir sollen uns in dieser Zeit mit besonderem Ernst um ein volles und wahres Menschsein bemühen. Leider wissen wir nur zu gut, wie sehr dieses volle und wahre Menschsein immer wieder gefährdet ist. Zu oft machen wir die Erfahrung des Apostels Paulus, dass wir das Gute, das wir eigentlich wollen, nicht tun, um so eher aber das Böse, das wir nicht wollen. Wir brauchen nur auf unser eigenes Leben oder in die Zeitung zu schauen, um festzustellen, dass tief in uns drinnen Kräfte am Werk sind, die uns immer wieder in die Tiefe zu ziehen drohen. Wir müssen uns auch mit dieser Seite unseres Menschseins auseinandersetzen. Wir alle wissen es: der Mensch muss immer wieder neu beginnen, einen neuen Anfang setzen, einen neuen Weg einschlagen, wenn er nicht aussichtslos absinken, abgleiten will. Wie oft klagen ältere Menschen: „Wie viele Chancen habe ich ungenützt liegengelassen. Mein Leben wäre ganz anders geworden, wenn ich nicht so stur gewesen wäre. Aber nun ist es zu spät!“ Der Dichter Nikolaus von Lenau schrieb vor seinem Tod: „Und der ich bin grüßt trauernd den, der ich könnte sein.“ Es gibt Leute, die meinen: Wenn ich einmal alt bin, werde ich mich für Gott interessieren, werde ich mich auf den Tod vorbereiten. Jetzt noch nicht! - Auch wenn wir es wollten, könnten wir es nicht mehr, weil wir die Fähigkeit verlernt hätten zu all dem. Man kann nicht nur das Klavierspielen, man kann auch die Liebe zu Gott verlernen. Gerade die wunderbarste Fähigkeit des Menschen: zu glauben, zu beten, zu lieben, kann verkümmern und absterben, wenn sie nicht immer wieder geübt wird.
Auch durch unseren Egoismus können wir innerlich verkümmern und an unserer Seele Schaden nehmen. Unsere seelische Natur ist angelegt auf Liebe, auf die Verwirklichung des Guten; eine solche Grundeinstellung weist von uns weg und weist auf Gott, „denn Gott ist die Liebe“. Das Böse hingegen hat seine Wurzeln darin, dass der Mensch egoistisch handelt, indem er sein „Ich“ in den Mittelpunkt stellt. Gott ist der Urgrund von allem was existiert. Er ist unser letztes und eigentliches Ziel.

ah