GEDANKEN ZUR FASTENZEIT

Foto: shutterstock.com

Fastenzeit der Katholischen Kirche

Am 1. März begann mit dem Aschermittwoch die 40-tägige, bis zur Ostermette andauernde Fastenzeit der katholischen Kirche. Die Bußzeit, an deren Beginn der Empfang des Aschenkreuzes als äußeres Zeichen von Bußgesinnung, Umkehr und Erneuerung steht, eröffnet den gemeinsamen österlichen Weg der Kirche, die im Durchgang durch das Leiden und Sterben Christi (Karfreitag) die Auferstehung Jesu feiert.

Fasten ist somit nicht mit Diät oder Schlankheitskuren zu verwechseln, sondern meint eine religiös begründete Einschränkung bzw. Enthaltung der Nahrungsaufnahme mit dem Ziel der leiblichen, aber auch geistigen und seelischen Reinigung, um aus dem Verzicht eine Steigerung der inneren Freiheit, der Präsenz und Klarheit zu erfahren.

Die österliche Fastenzeit ist ebenso wie alle Freitage eine Bußzeit, in der in Entsprechung einer Grundhaltung der Besinnung zur Umkehr das Freiwerden für Gott und den Nächsten wachsen soll. Die im Fasten neu gewonnene Freiheit gegenüber den eigenen Bedürfnissen soll offener, präsenter und durchsichtiger machen für den göttlichen wie mitmenschlichen An- und Zuspruch.

Die katholische Kirche konkretisiert das Fastengebot als Reduktion des Essverhaltens auf eine einmalige Sättigung am Tag, wobei außerhalb der täglich einmaligen und schlichten Mahlzeit kleine Stärkungen zur Erhaltung der Schaffenskraft erlaubt sind. Das Fastengebot der Kirche richtet sich an erwachsene Personen vom vollendeten 18. Lebensjahr bis zu Beginn ihres 60. Lebensjahres; Kinder sollten nicht fasten, Jugendliche unter 18 Jahren nur in eingeschränkter Weise.


Gedanken zur Fastenzeit

Fastenzeit ist auch eine Zeit der Besinnung und des
Nachdenkens über unseren Wohlstand und woher wir viele Annehmlichkeiten und Luxusgüter beziehen.

Ich denke an die vielen armen Frauen, die einen langen Stundentag für ein paar Groschen an den Nähmaschinen hocken,
damit wir Weg-werf-kleidung billig kaufen können.

Ich denke an die Blumenfarmen,
wo Kinder um ihre Kindheit betrogen werden,
und unter widrigsten Bedingungen arbeiten,
damit wir unser Heim billig schmücken können.

Ich denke an die Obstplantagen, wo Bauern unter der „Fuchtel“ von Großgrundbesitzern nur fürs Überleben schuften,
damit wir exotische Früchte auf unseren Tischen haben.

Ich denke an die vielen gepeinigten Tiere,
die schnell Unmengen von Fleisch produzieren müssen,
das dann wegen Überflusses in unseren Müllkübeln verschwindet.

Ich denke noch an viele Missstände,
aber denken allein nützt nichts!

E. Schönherr

GEDANKEN ZUR FASTENZEIT

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Fastenzeit der Katholischen Kirche

Am 1. März begann mit dem Aschermittwoch die 40-tägige, bis zur Ostermette andauernde Fastenzeit der katholischen Kirche. Die Bußzeit, an deren Beginn der Empfang des Aschenkreuzes als äußeres Zeichen von Bußgesinnung, Umkehr und Erneuerung steht, eröffnet den gemeinsamen österlichen Weg der Kirche, die im Durchgang durch das Leiden und Sterben Christi (Karfreitag) die Auferstehung Jesu feiert.

Fasten ist somit nicht mit Diät oder Schlankheitskuren zu verwechseln, sondern meint eine religiös begründete Einschränkung bzw. Enthaltung der Nahrungsaufnahme mit dem Ziel der leiblichen, aber auch geistigen und seelischen Reinigung, um aus dem Verzicht eine Steigerung der inneren Freiheit, der Präsenz und Klarheit zu erfahren.

Die österliche Fastenzeit ist ebenso wie alle Freitage eine Bußzeit, in der in Entsprechung einer Grundhaltung der Besinnung zur Umkehr das Freiwerden für Gott und den Nächsten wachsen soll. Die im Fasten neu gewonnene Freiheit gegenüber den eigenen Bedürfnissen soll offener, präsenter und durchsichtiger machen für den göttlichen wie mitmenschlichen An- und Zuspruch.

Die katholische Kirche konkretisiert das Fastengebot als Reduktion des Essverhaltens auf eine einmalige Sättigung am Tag, wobei außerhalb der täglich einmaligen und schlichten Mahlzeit kleine Stärkungen zur Erhaltung der Schaffenskraft erlaubt sind. Das Fastengebot der Kirche richtet sich an erwachsene Personen vom vollendeten 18. Lebensjahr bis zu Beginn ihres 60. Lebensjahres; Kinder sollten nicht fasten, Jugendliche unter 18 Jahren nur in eingeschränkter Weise.


Gedanken zur Fastenzeit

Fastenzeit ist auch eine Zeit der Besinnung und des
Nachdenkens über unseren Wohlstand und woher wir viele Annehmlichkeiten und Luxusgüter beziehen.

Ich denke an die vielen armen Frauen, die einen langen Stundentag für ein paar Groschen an den Nähmaschinen hocken,
damit wir Weg-werf-kleidung billig kaufen können.

Ich denke an die Blumenfarmen,
wo Kinder um ihre Kindheit betrogen werden,
und unter widrigsten Bedingungen arbeiten,
damit wir unser Heim billig schmücken können.

Ich denke an die Obstplantagen, wo Bauern unter der „Fuchtel“ von Großgrundbesitzern nur fürs Überleben schuften,
damit wir exotische Früchte auf unseren Tischen haben.

Ich denke an die vielen gepeinigten Tiere,
die schnell Unmengen von Fleisch produzieren müssen,
das dann wegen Überflusses in unseren Müllkübeln verschwindet.

Ich denke noch an viele Missstände,
aber denken allein nützt nichts!

E. Schönherr